Primi inter pares

Unsere Welt verändert sich. Das gilt selbstverständlich auch für die sonst eher behäbige Welt der höheren (Aus-)Bildung. Und solcherlei Veränderungen strahlen dann bisweilen selbst in die vermeintlich konservativsten, langweiligsten Winkel der Wissenschaftskommunikation, die “Autorenfußnoten”. Da heißt es dann bei NVwZ 2013, 1202 (“Renaissance der Monoedukation?”) in bemerkenswerter Abgeklärtheit:

Die Verf. sind Absolventen der Bucerius Law School in Hamburg. Der Autor Butler ist Mitarbeiter am Lehrstuhl von Professor Dr. Birgit Weitemeyer an der Bucerius Law School. Der Autor Lassahn ist seit September Mitarbeiter bei Professor Dr. Ralf Poscher an der Universität Freiburg. […]”

(Hervorhebung in fett nur hier)

Ist das nun ein allgemeiner Trend zur Angabe der alma mater in Autorenfußnoten, der der …jurabilis!-Redaktion bisher verborgen geblieben war, oder ist das geschicktes “brand placement” des deutschen Efeus (siehe hierzu diesen Beitrag von Christoph Luschin im Southwestern Journal of International Law)?

3 comments on “Primi inter pares

  1. Der Verfasser dieser Nachricht ist Absolvent verschiedener öffentlicher Schulen und Universitäten und Träger des Schwimmabzeichens in Gold.

  2. Parabellum on said:

    Sehr daneben. Aber das ist schon so das Selbstbewusstsein, das den jungen Leistungsträgern an der Bucerius Law School zwischen Hengeler-Mueller-Bibliothek und Großkanzleipraktikum eingeblasen wird. Um so größer ist die spätere Fallhöhe. :)

    *Der Verfasser dieser Nachricht kann Teilnahmeurkunden der Bundesjugendspiele 1989-1999 vorweisen.

  3. Ich habe ein Seepferdchen. Darf ich mitspielen?

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