Bachelor of Laws (LL.B. “en passant”) jetzt auch in Potsdam

Nun ist es also soweit – die Juristische Fakultät der Universität Potsdam hat den im Zuge der unseligen Schließungsdebatte (…jurabilis! berichtete mehrfach, siehe etwa hier und hier) verfestigten Plan zur Einführung eines LL.B.-Grades umgesetzt. Eine eigene Informationsseite führt dazu aus:

Zum Wintersemester 2013 / 2014 ist es möglich, den grundständigen Studiengang Rechtswissenschaft (Erste juristische Prüfung) mit einem integrierten Bachelorstudiengang zu beginnen. Dieser allgemeinbildende juristische Bachelorstudiengang wird mit dem Abschluss Bachelor of Laws (LL. B.) beendet.

I. Warum ein LL. B.?
Die klassische Juristenausbildung zum Volljuristen zielt vor allem auf die „Befähigung zum Richteramt“ und auf den Anwaltsberuf ab, obwohl das nicht alle Jurastudentinnen und Jurastudenten anstreben. Auch Wirtschaft und Industrie verlangen nach gut ausgebildeten Juristen, die sich früh in der Praxis betätigen und spezialisieren wollen. Bereits nach dem 6. Semester kann mit dem LL. B. nun ein erster berufsqualifizierender Abschluss erfolgen. Die Weiterqualifikation ist im klassischen Staatsexamensstudiengang oder durch einen Masterstudiengang/Magisterstudiengang, der zum Master of Laws/Magister Legum führt, im In- oder Ausland möglich. Der Weg zum klassischen Volljuristen steht den Studierenden nach der 1. Juristischen Prüfung und dem Referendariat offen. Man kann in Potsdam also wie bisher allein die 1. Juristische Prüfung anstreben, diese mit einem LL.B.-Abschluss kombinieren und nach Erreichen des LL.B. die Universität verlassen bzw. einen Masterabschluss anschließen. Das Motto ist nicht „entweder – oder“, sondern „sowohl – als auch“!

Mit einem solchen Modell hat man ja an der Bucerius Law School in Hamburg offenbar sehr gute Erfahrungen gemacht.

P.S.: Aufgemerkt bei der Studienplanung, liebe Studenten:

Wer die 1. Juristische Prüfung endgültig nicht bestanden hat, kann den LL. B. an der Uni Potsdam nicht erwerben. Wer nach dem Erwerb des LL. B. die Erste juristische Prüfung endgültig nicht bestanden hat, behält den LL. B.

12 comments on “Bachelor of Laws (LL.B. “en passant”) jetzt auch in Potsdam

  1. Die nicht völlig irrelevante Frage, was man denn mit einem solchen – isolierten – Abschluss anfängt, beantworten die umfänglichen Ausführungen AFAIS aber nicht …

  2. noopzymdvj on said:

    pkswekvsbcjmjt, sputswjmiq

  3. Gustav Spengelmann on said:

    Da muss ich zustimmen. Zumal die große Frage ist, kann man mal eben (ohne Mathe auch nur einmal gesehen zu haben, nach vielen Jahren Jura und AUF UNIVERSITÄREM NIVEAU) einfach BWL machen…ich glaub das ist einfach ein Brett. Ansonsten sind natürlich Möglichkeiten da. Bei einer Seite habe ich gesehen, dass mehrere Sachen mit BWL aufgeführt wurden. Aber auch was ganz ohne BWL, was man machen könnte (http://lehrbubis.de/index.php/42-featured-analytics/11-alternativen).

    Was haltet ihr davon?

    Grüße

  4. lehrbubis.de on said:

    Der Ausspruch “Auch Wirtschaft und Industrie verlangen nach gut ausgebildeten Juristen” bestätigt einmal mehr, was nicht nur bei lehrbubis.de mehrfach angesprochen wird (http://lehrbubis.de/index.php/42-featured-analytics/11-alternativen) – der klassische Jurist bedient sich klassischerweise klassischer Felder und schafft dadurch Lücken am Markt, die gefüllt werden müssen.

    Jura-Interessierten sind mit derartigen Abschlüssen schnelle Alternativen zum klassischen juristischen Abschluss (1. Staatsexamen/Diplom) an die Hand gegeben. Weitere Alternativen finden sich unter der angegebenen Adresse.

    Dank an jurabilis.de / a. hartmann für diesen Beitrag

  5. Frank on said:

    Hi, habe vor 10 Jahren das Studium nach den 3 großen Scheinen ( alte Studienordnung) abgebrochen. Möchte die jetzt irgendwie noch verwerten und zumindest einen B Abschluß erreichen. Hat irgendjemand eine Idee und weiß wie die alten Scheine gewertet werden? Habe schon bei verschiedenen Unis nachgefragt aber die wissen selber nichts oder wollen einfach nicht. Prinzipiell verfallen große Scheine nicht.
    MfGFrank

    • Julia on said:

      Hallo Frank,

      war in der gleichen Situation. Allerdings hatte ich zusätzlich die Zwischenprüfung geschrieben.

      Es kommt auf die Uni an. In Passau beispielsweise “verfallen” sie schon, da sie eine Zeitbegrenzung für Pausen im Studium in der Prüfungsordnung haben. In Berlin kommt es auf das Fachsemester an, indem du dich damals befunden hast. Bei der Uni Potsdam ist es ziemlich moderat.

      Alllerdings kommt es auch in Potsdam stark darauf an wieviele Fachsemester du absolviert hattest.

      Viel Erfolg!

  6. Julia on said:

    Kurze Ergänzung zum Kommentar:

    Der letzte Absatz bezieht sich auf die Einschreibung in den LL.B., diese ist bei Hochschulwechsel laut Uni Homepage möglich solange man das 9. FS noch nicht abgeschlossen hat.

  7. Jura '94 on said:

    Hallo ins Forum!
    Betr.: Anerkennung alter Scheine als LL.B. möglich?
    Ich habe 1994 (!) das erste Staatsexamen im zweiten Versuch nicht bestanden. Ansonsten habe ich alle Scheine und Seminararbeiten, die damals erforerlich waren. (Sonst wäre ich zum Staatsexamen ja auch nicht zugelassen worden.)
    Nun meine Frage:
    Besteht die Mglichkeit, sich die Scheine bzw. das Studium an sich als LL.B. anerkennen zu lassen?
    Und: An wen/ was wendet man sich dafür?
    Besten Dank für die Hilfe im Voraus.

    • Alexander Hartmann on said:

      Wenn ein Blick in die Studienordnung nicht weiter hilft, würde ich im Dekanat bzw. im Studienbüro der Fakultät anfragen.

      Viel Erfolg!

  8. Julia Grassl on said:

    Rufen Sie uns an unter +49 1805015480

  9. Diane Soares on said:

    Rufen Sie uns an unter +49 1805015490

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