Die mühsam erarbeiteten Rechtskenntnisse an die Studenten zu verhökern, erweist sich zunehmend als Geldquelle in Universitätsstädten - die arbeitslosen Juristen von heute präparieren die arbeitslosen Juristen von morgen.
Die mit dem zweiten Staatsexamen erworbene "Befähigung zum Richteramt" ist für die meisten nur noch von buchstäblich akademischem Wert. Sie reicht nicht mal hin, in der Wirtschaft unterzukommen, jedenfalls nicht in gehobenen Positionen. In Handel und Industrie, bei Banken und Versicherungen sind derzeit etwa zehn Prozent aller Juristen tätig. Es sieht nicht so aus, als ob sich dieser Anteil erhöhen ließe.
In der Wirtschaft müssen junge Juristen, soweit sie nicht in die Rechtsabteilungen der Unternehmen schlüpfen können, mit einer Flut von Volkswirten, Betriebswirten, Informatikern und Ingenieuren konkurrieren. Sie haben, entgegen weitverbreiteter Annahme, keineswegs die besseren Chancen.
Ein weiterer Artikel zum gegenwärtigen Juristen-Arbeitsmarkt? Nein,
ein Artikel im Spiegel aus dem Jahre 1985. Die Zahlen lassen uns aus heutiger Sicht freilich schmunzeln:
Rund 115 000 Volljuristen (mit dem zweiten juristischen Staatsexamen) sind heute in der Bundesrepublik tätig, in Justiz (21 000) und Verwaltung (35 000), als Wirtschaftsjuristen (12 000) und als Rechtsanwälte (47 000).
Ein WIssenschaftlerteam hat untersucht, wieviel Prozent aller Studenten in einem Studiengang das Studium abbricht. Dabei liegt der Durschnitt heute über die Fächer bei 21%, wobei insbesondere Fächer mit höheren mathematischen Anford...
Aufgenommen: Jun 16, 10:28
Volle Boote, leere Boote -als Jurist ertrinkt man in beiden Fällen in Arbeit und ist auf hoher See ganz allein. Deswegen, aus purer Zuneigung oder schlichtem Mitleid, hat mir die ...jurabilis!-Redaktion eine Möglichkeit zur Teilnahme an diesem Blog er
Aufgenommen: Jul 14, 12:11