Es kommt selten vor, aber es kommt vor: Eine gesamte NJW lohnt sich für einen Studenten oder Referendar. Bei der NJW dieser Woche (39/2008) liegt eindeutig ein solcher Fall vor. Zumindest in der Bibliothek sollte man sie sich mal für ein, zwei Stunden nehmen und durchlesen.
Das Heft dieser Woche strotzt vor Examensrelevantem. So beginnt es mit einem Aufsatz Musielaks zur Nacherfüllung beim Stückkauf (S. 2801 ff.), gefolgt von einem Aufsatz zum Anscheinsbeweis im Straßenverkehrsrecht (S. 2806 ff.). Das Grundsatzurteil des BGH zum Inhalt des Nacherfüllungsanspruchs ist ebenso enthalten (S. 2837 ff.) wie eine diesbezügliche Besprechung (S. 2820 ff.).
Prozessual interessant sind die Äußerungen des BGH zur Zulässigkeit einer Drittwiderklage (S. 2852 ff.). Im Strafrecht findet sich das Grundsatzurteil zum Taschenmesser als gefährlichem Werkzeug (S. 2861 ff.).
Und selbst der Großjurist in spe wird bedient: Die Karriereseiten erklären die feinen Unterschiede zwischen dem "Non-Equity-Partner" und dem "Counsel".