Die c't klärt über die Bedeutung von Verkehrsdaten auf:
Eine andere Studie an der Katholischen Universität Leuven und der Erasmus Universität Rotterdam ging der Frage nach, wie viele Einzelpersonen beobachtet werden müssen, um über deren Kontakte zu Dritten eine große Gruppe mittelbar zu überwachen. Die Wissenschaftler untersuchten hierfür E-Mails, die rund 2300 Personen in einem Zeitraum von drei Jahren erhalten und geschrieben hatten. Dabei stellten sie fest, dass die Netzwerkbeziehungen vollständig aufgedeckt werden können, wenn man nur acht Prozent der Gruppe überwacht. Verkehrsdaten sind also ein wertvolles Instrument, um über wenige Zielpersonen einen großen Personenkreis effizient zu überwachen.
"Harmlos" sind Verkehrsdaten also keinesfalls, daran sollte man immer denken, wenn man wieder einmal unreflektiert von "bloßen Verkehrsdaten" spricht.