Mittwoch, 13. Januar 2010

Wen wundert's: Mit strikteren Vorgaben für Bonuszahlungen bekommen die Aufseher das Problem von Vergütungsexzessen im Finanzsektor nicht in den Griff. Denn werden die Einmalvergütungen strenger reguliert, fahren Finanzinstitute die Grundgehälter hoch. Diesen Schluss lässt eine vom Beratungsunternehmen Mercer am Montag vorgelegte Studie zur Entlohnung im vergangenen Jahr zu. Demnach haben 58 % von weltweit 61 Finanzinstituten, davon gut zwei Drittel Banken, den Anteil des Grundgehalts an ihrer Vergütung erhöht; in Amerika waren es demnach 56 %, in Europa 60 %. Im Bankensektor haben dabei etwa zwei Drittel den Anteil des Grundgehalt aufgestockt. In 6 % der Fälle nahm auch das Gewicht der Jahresboni zu, in 88 % der Fälle indes ab. Beinahe die Hälfte der befragten Banken hat dabei in der Krise staatliche Unterstützung erfahren.
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