Donnerstag, 27. Juli 2006

Nun haben auch - wie erwartet - Freshfields und Lovells nachgezogen.
Freshfields Bruckhaus Deringer zahlt ab August Associates im ersten Berufsjahr ein Gehalt von bis zu 95.000 Euro. Auch die Gehälter für alle weiteren Associatesstufen stiegen. Lovells erhöhte ebenfalls: Berufseinsteiger verdienen maximal 87.000 Euro.
JUVE berichtet.
Mittwoch, 12. Juli 2006

Die FAZ berichtet über die Aufstiegsmöglichkeiten von Anwältinnen in Großkanzleien und blickt dabei über den großen Teich. Vielleicht wird es demnächst ja an dieser Stelle einen Bericht über die Frauenquote in Großkanzleien an der Ostküste von unserem ...jurabilis Autor in NY geben.
Man muß nur einmal die Briefköpfe oder die Internetauftritte der international operierenden Sozietäten mit ihren zungenbrecherischen Namensketten und eigentümlichen Akronymen durchsehen, um die Lage zu erkennen. Frauen tauchen dort nur vereinzelt, beinahe aus Versehen, auf. Die Fachzeitschrift „Juve“ hat unlängst in einer Studie herausgefunden, daß kaum zehn Prozent der Partner in großen deutschen Kanzleien Frauen sind. Mancherorts sind es nicht einmal drei Prozent. Wie viele dieser Partnerinnen neben dem Beruf auch eine Familie haben, ist kaum erforscht. Aber manches deutet darauf hin, daß es sich bei den Müttern innerhalb der ohnehin kleinen Gruppe der Partnerinnen wiederum um eine Minderheit handelt.
Dienstag, 11. Juli 2006

sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Eisenberg,
wenn die Einsatztruppe nun endlich im Kongo eingetroffen ist, fragen Sie doch mal nach, ob man über Kofi Anan das sor regeln könnte, dass dieser die Kurbelnotebooks erst mal einkauft und den Kongolesen gibt, wenn dann noch eines für mich abfällt, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
dann wäre ich aus der Strassenpassantszenerie ein wenig raus, weil ich auf der Bank mein Bongo spielen kann,
mit freundlichen Grüssen
Aus den Kommentaren. Wortkunst par excellence.
Mittwoch, 21. Juni 2006

Die Ergebnisse der Februarkampagne sind raus.
232 Leute haben nach der JAO 2003 geschrieben. Davon sind bereits jetzt zehn Leute im VB, einer/eine hat zweistellig mit 11,14.
Ab Platz 204 sind die Ergebnisse im Schnitt schlechter als 3,5. Damit sind bereits jetzt 28 Leute durchgefallen, da sie nicht mehr zum Mündlichen eingeladen werden. Hinzu kommen noch die, die vier Klausuren unter dem Strich haben. Das sind deutlich weniger als in der Dezemberkampagne. Dazwischen ist wieder alles vertreten.
Link zum GJPA.
Donnerstag, 1. Juni 2006

Frau Harms macht sich auf den Weg von Leipzig nach Karlsruhe. Die FAZ begleitet sie.
Amateurprinzip. Schön.
Die Erfahrung von überforderten, für Spezialgebiete nicht ausgebildeten Richtern, die etwa den hervorragend ausgebildeten Steuerfahndern und exzellenten Anwälten fachlich nicht viel entgegensetzen können, ist Grund für ihre - womöglich etwas übertriebene - Skepsis gegenüber dem Einheitsjuristen, der alles können soll. „Das Amateurprinzip darf nicht zum Maßstab werden“, sagt die frühere Senatsvorsitzende und fordert die Einrichtung von Spezialkammern und -senaten bei den Gerichten.
Ein neuer Ansatz?
Rechtsreferendare sollen nach dem Willen der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Möglichkeit bekommen, das bestandene zweite juristische Staatsexamen mit dem Ziel einer Notenverbesserung zu wiederholen.
Was im ersten Examen schon lange geht (zumindest dann, wenn man sich im Freischuss versucht), soll nun auch für das Assessorexamen eingeführt werden.
Diese Möglichkeit würde sicherlich den Stressfaktor etwas senken. Denn das Wichtige ist hierbei, dass es um eine Verbesserung des bestandenen Examens geht. Man könnte also in der zweiten Runde etwas entspannter aufschlagen, wenn der erste Versuch nicht so war, wie man wollte.
Damit wären solche Aktionen unnötig, in denen sich Leute vorsätzlich durch die mündliche Prüfung fallen lassen, um (ohne bestandenes Examen) einen zweiten Versuch zu haben.
Angesichts der Bedeutung der Note im Assessorexamen nicht unwichtig.
Beck Aktuell.
Dienstag, 30. Mai 2006

Mitte/Ende der 1990er hatten sie in Brandenburg auch versucht, das Studium der Rechtswissenschaften in Potsdam einzustellen. Steffen Reiche war da sehr hinterher. Gebracht hat es nichts
Nun also Rostock.
Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat das Ende der Juristenausbildung mit Staatsexamensabschluss an der Universität Rostock beschlossen.
Nach Vorstellung des Bildungsministers Professor Dr. Hans-Robert Metelmann sollen zukünftige Juristen nur noch an der Universität Greifswald ausgebildet werden, nicht mehr an zwei Hochschulen im Land.
Kampflos wird das kaum über die Bühne gehen.
AZUR
Montag, 29. Mai 2006


Ladies and Gentlemen! The 43rd President of the United States of America. Mr Al Gore.
[ 10 MB]
Dienstag, 23. Mai 2006

Donnerstag, 27. April 2006

Britische Urteile haben immer mal wieder was zu bieten. Über die literarische Qualität (oder einfach nur Story) von "Sakrileg" soll hier nicht geurteilt werden. Geurteilt wurde aber, dass Dan Brown nicht (zumindest nicht übermäßig) abgeschrieben hat. Und offensichtlich hat der urteilende Richter auch Ambitionen:
The judge who presided over the failed Da Vinci Code plagiarism case at London's High Court hid his own secret code in his written judgement.
"I can't discuss the judgement, but I don't see why a judgement should not be a matter of fun," he said. Italicised letters in the first few pages spell out "Smithy Code", while the following pages also contain marked out letters.
Old Auntie has more.
Und für alle, die sich langweilen: das Urteil als .pdf
Die ...jurabilis Redaktion empfiehlt als weiterführende Lektüre: "Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet." von Simon Singh. Erhältlich bei jedem gut sortierten Buchhändler.
Nachtrag: Nun auch die Auflösung des Rätsels: Spiegel Online berichtet.
Freitag, 21. April 2006

Da fallen einem doch so einige Gesetze ein. Konkret geht es aber um einen Verstoß gegen das Sonn- und Feiertagsgesetz und die Aufführung eines Theaterstücks an Karfreitag.
Der Richter gab zu Bedenken, dass «Freunde zum Essen» keinen religiösen Bezug zum Karfreitag habe. Allerdings sei das Gesetz nicht mehr zeitgemäß und man könne überlegen, ob es reformiert werden müsse. «Die Wirklichkeit hat das Gesetz weitgehend überlebt.»
Beck Aktuell berichtet.
Früher war es tatsächlich mal so, dass an Karfreitag aber auch gar nichts zu tun war.
Tempora mutantur, et nos mutamur in illis. So ist das eben. Zum Thema Latein an den Schulen verweise ich auf den Artikel in der heutigen FAZ (Druckaugabe).
Dienstag, 18. April 2006

Die durchschnittliche Arbeitszeit von Junganwälten in Sozietäten beträgt 52 Stunden pro Woche. Mehr als ein Viertel der angestellten Rechtsanwälte ist über 60 Stunden in der Woche anwaltlich tätig. Dies hat eine Untersuchung ergeben, die das Soldan Institut für Anwaltmanagement anlässlich der jüngsten Streiks im öffentlichen Dienst, mit denen «die Arbeitszeitbelastung von Arbeitnehmern wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt worden» sei, durchgeführt hat.
Arbeitsbelastung in kleinen Kanzleien kaum geringer
Die Arbeitszeiten in Kleinkanzleien weichen nach dem Ergebnis der Studie nur geringfügig nach unten ab: Hier liegt die Wochenarbeitszeit der angestellten Anwälte bei durchschnittlich 48 Stunden. Die aktuell geführte Diskussion über die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche für deutsche Arbeitnehmer betreffe angestellte Rechtsanwälte insofern nicht, betonte das Soldan-Institut: 99 Prozent der befragten angestellten Anwälte arbeiteten bereits heute 40 Stunden oder mehr pro Woche. Zudem hätten fast 60 Prozent der Anwälte angegeben, dass ihre faktische Arbeitszeit die mit dem Arbeitgeber arbeitsvertraglich vereinbarte überschreite. Befragt wurden Anwälte, die erstmals im Jahr 2003 zugelassen wurden.
Von Beck Aktuell.
Mehr zu der Studie auch in dem aktuellen Heft der BRAK Mitteilungen (02/2006, S. 55).
Mittwoch, 12. April 2006

Die Filmprügelei als Klassiker zur Erklärung des Erlaubnistatbestandsirrtums. So etwas scheint wirklich zu passieren. Der Spiegel berichtet.
Montag, 10. April 2006

Früher stand in dem Vorwort des Schönfelders immer noch drin, dass der Begründer des Werkes, "1944 nicht aus dem Krieg zurückgekehrt" sei. Das hat die Redaktion bei Beck nun schon lange rausgenommen.
In einem dieser Magazine, die am Landgericht rumliegen (karriereführer recht, S. 46) wird noch ein bisschen mehr auf die Geschichte des Schönfelders eingegangen.
Ich habe mich immer gefragt, warum das BGB eigentlich Nr. 20 ist und es keine Nr. 2-19 gibt. Antwort:
An die Spitze des Teiles "Verfassungsrecht" setzte Schönfelder das Parteiprogramm der NSDAP. Er selbst war Mitglied der Partei. Die Nummern 2-19 waren jetzt den Rassegesetzen der NS-Diktatur vorbehalten. Als Nummer 20 folgte das BGB. Dabei ist es bis heute geblieben. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde das neue Grundgesetz auf die Nummer 1 gesetzt.
Und mittlerweile in den Ergänzungsband abgeschoben.
Link gibt es nicht, da ich das abtippen musste.
Der Rousseau'sche Contrat Social hat es nicht leicht. Man fragt sich, wem man die Kündigung wohl zustellen muss?
Natürlich bin ich bereit, Steuern und Sozialabgaben zu leisten. Aber die jungen Menschen werden einfach überlastet werden. Ich will eine Familie gründen, Kinder haben, für sie sorgen können. Ich will gar nicht reich werden. Meine Sorge ist, daß ich mir das alles nicht leisten können werde. Die Generation über uns nennt sich Sandwich-Generation, weil sie schon so stark belastet ist. Meine Generation ist die Schrottpressengeneration: Druck von allen Seiten. Deshalb will ich weg.
hier weiterlesen.
Schrottpressengeneration. Da habe ich ja Glück, dass ich Teil der Sandwichgeneration bin. "Nicht mehr Jung, aber noch lange nicht alt" wie ich letztens irgendwo lesen konnte.
Mittwoch, 5. April 2006

Um meine Laune etwas zu heben, habe ich gestern mal nach diesem gereimten Urteil über den Verzug gegooglet und bin dabei auf diese Seite hier gestoßen. Dort findet man auch das Urteil/Gedicht über den Verzug.
Aber dabei noch was viel besseres gefunden: ein Urteil, gereimt, in Altdeutsch.
Und eine besonders schöne Stelle:
Denn wer uber alles entscheyden thett,
von den er keyn ahnung hett,
der ist grad der richtig man,
der dise sach entscheyden kann.
und wer im staate hat ein ambt,
der hat dazu auch den verstandt.
Da trifft es sich doch gut, dass ich jetzt zum LG Tegeler Weg muß.
Dienstag, 28. März 2006

Service des Personalrats der Rechtsreferendare:
Ab sofort verleihen wir in Zusammenarbeit mit der Juristengeschäftsstelle von MLP Berlin einen Kommentarkoffer. Er umfasst alle 6 für das schriftliche Examen zugelassenen Kommentare auf aktuellstem Stand (Thomas/Putzo: Zivilprozessordnung, Palandt: Bürgerliches Gesetzbuch, Tröndle/Fischer: Strafgesetzbuch, Meyer-Goßner: Strafprozessordnung, Kopp/Schenke: Verwaltungsgerichtsordnung, Kopp/Ramsauer: Verwaltungsverfahrensgesetz). Gesetze sind nicht enthalten. Euer Refinanzierungsbeitrag wäre 80 Euro. Das Pfand von 120 Euro bekommt Ihr bei Rückgabe des Koffers zurück.
Alle, die im September oder Dezember 2006 schreiben, sollten sich schnell einen Koffer reservieren, da die Anzahl der Koffer begrenzt ist. Ihr könnt Euch im Büro verbindlich anmelden. Klingt nach einem guten Angebot. Man kann natürlich auch Glück haben und sich die Kommentare einfach bei Freunden leihen.
Für Interesssierte: die Ergebnisse der Kampagne 2005/IV in Berlin.
Von 226 Teilnehmern nach JAO 2003 sind jetzt schon 46 durchgefallen. Zwei Leute haben einen Schnitt von mehr als 10 (aber auch nicht mehr als 10,5), der/die Dritte einen Schnitt von 9,1.
Keine schönen Ergebnisse.
Nachtrag: Ebenfalls von der Seite des Personalrats der Rechtsreferendare
Erfreulich waren die Ergebnisse der Anwaltsklausur im Strafrecht. Am schlechtesten ist die Klausur ZI (Zivilrecht staatliche Sicht) ausgefallen.
Die Durchfallquote von 25% lag über dem Schnitt der letzten Kampagnen (September-Kampagne: 20%, Juni-Kampagne: 15%). Euer Personalrat der Referendare wird Mitte April wie immer eine Informationsveranstaltung für alle durchführen, die in den Ergänzungsvorbereitungsdienst müssen.
Montag, 27. März 2006

Und dabei hatte sich Kusch doch gerade mit seinen Beiträgen zur Sterbehilfediskussion hervorgetan.
Der Spiegel berichtet.
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Kommentare
Do, 09.09.2010 14:53
Trifft es h [...]
Mi, 08.09.2010 22:09
Wie ist den [...]
Mi, 08.09.2010 18:34
Ich dachte, [...]
Mi, 08.09.2010 18:03
Wobei Loren [...]