... ist so alt wie die Wikipedia selbst. Allgegenwärtig (siehe etwa
hier,
hier,
hier,
hier,
hier und
hier) scheint in diesen Tagen die Debatte um den Kulturkampf zwischen Inkludisten/Inklusionisten und Exkludisten/Exklusionisten (man denke nur an den
Fefes-Blog-Löschantrags-Streit, siehe auch
diese "Gesprächseinladung" nach Berlin).
Die "Mainpost" brachte bereits im Sommer einen Artikel über die "Machtkonzentration":
Der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie zufolge nutzen 94 Prozent der 14- bis 19-Jährigen Wikipedia. Allerdings steuern nur vier Prozent der Nutzer selbst Inhalte bei. In Deutschland gibt es rund 23 000 aktive Autoren (Stand: August 2009), also Nutzer, die innerhalb von 30 Tagen mindestens einen Artikel bearbeitet haben. Laut einer Wikipedia-Statistik gibt es aber nur rund 5000 Benutzer mit über 1000 Artikel-Bearbeitungen, also regelmäßig aktive Autoren. Nach oben wird das Feld immer dünner: Rund 330 Administratoren werden von sechs Bürokraten kontrolliert. Diese werden in Wahlen bestimmt. Ist Wikipedia auf dem Weg zu einer elitären Enzyklopädie, deren Inhalt von wenigen Nutzern bestimmt wird, die ultimative Löschrechte haben? Diederich sieht keinen Anlass für derartige Befürchtungen: „Die Bürokraten und Administratoren setzen nur das Ergebnis des Entscheidungsprozesses um, welche Artikel bleiben und welche gelöscht werden sollen. Die Entscheidungsgewalt bleibt bei den Benutzern.“
Der Soziologe Christian Stegbauer kann dem nur „im formalen Sinne“ zustimmen, nicht aber „im realen“. Stegbauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse an der Goethe-Universität in Frankfurt und hat Wikipedia wissenschaftlich untersucht. „Es gibt definitiv eine Machtkonzentration bei Wikipedia“, sagt Stegbauer.